Was tun bei Sonnenbrand und bewährte Hausmittel

Erste Hilfe bei SonnenbrandAm besten Kühlen, eincremen und viel trinken. Wie Sie Ihre Haut bei einem Sonnenbrand am besten versorgen.

Wie jedes Jahr sehnen wir uns nach dem Sommer. Endlich kommt die Sonne zum Vorschein und die warmen Sonnenstrahlen kitzeln uns in der Nase. Einfach ein schöner Sommertag, wenn da nicht die bösen UV-Strahlen wären. Denn die UV-Strahlung ist ein Karzinogen[1] und es kann Krebs erzeugen. Da nun aber Licht und Wärme ein wohliges Gefühl in uns auslöst, vergessen wir gerne mal die UV-Strahlen und bleiben zu lange in der Sonne.

Was passiert dann mit unserer Haut? Wir bekommen Sonnenbrand?

Wenn wir unsere Haut zu lange einer intensiven UV-Strahlung aussetzen, bekommen wir einen Sonnenbrand. Dabei wird unsere Haut geschädigt und bekommt eine Rötung, eventuell gefolgt von Schwellungen und Schmerzen.

Diese Rötung entsteht durch geweitete Blutgefäße in unserer Haut und ist ein Anzeichen für entzündliche Reaktion. Die dadurch erhöhte Durchblutung soll dafür sorgen, dass der geschädigte Bereich besser mit Nährstoffen versorgt wird.

Rein medizinisch gesehen ist ein Sonnenbrand also nichts anderes als eine mehr oder weniger starke Verbrennung, welche in der Regel nach 2-4 Tagen langsam abklingt und ist nach ein bis zwei Wochen verschwunden. Wenn wir Glück haben und die Haut sich nicht ablöst, bleibt eine Bräunung zurück.

Was tun, wenn wir uns schon verbrannt haben?

Das wichtigste beim Sonnenbrand ist erstmal, dass wir raus aus der Sonne gehen, unsere Haut kühlen und natürlich viel Wasser trinken. In dem wir uns beispielsweise unter der Dusche oder mit feuchten Handtüchern abkühlen. Am besten fangen wir mit Lauwarmem, statt mit kaltem Wasser an zu kühlen. Dadurch wird unser Kreislauf nicht so stark beansprucht. Nach dem Kühlen cremen wir uns vorsichtig mit speziellen Lotionen oder Gelen ein. Diese spenden Feuchtigkeit und kühlen die Haut zusätzlich.

Bewährte Hausmittel bei Sonnenbrand?

Abgeraten wird von Zitrone, Apfelessig oder Salz. Diese wirken für die sonnengeschädigte Haut eher wie eine Foltermethode, da die enthaltenen Säuren die Haut reizen können.

Schwarzer Tee gegen Sonnenbrand

Schwarzer Tee

Altbekannte Hausmittel wie etwa Umschläge mit kaltem, schwarzen Tee oder Quark, wirken wegen des kühlenden Effekts wohltuend. Der schwarze Tee wirkt zudem noch entzündungshemmend und kühlend. Die zerstörte Haut kann der Tee jedoch nicht reparieren, sondern lediglich die Symptome lindern. Gleiches gilt aber auch für After-Sun-Lotions und Cremes.

Aloe Vera und viel trinken

Wer idealerweise eine Aloe Vera Pflanze in seiner Reichweite hat, kann sich ein Blatt davon abschneiden. Das Blatt der Pflanze wird in Längsrichtung aufgeschnitten und das ausgekratzte "Gel" vorsichtig auf die sonnenverbrannte Stelle aufgetragen. Die in der Aloe Vera enthaltenen Stoffe sind entzündungshemmend und sie wirken kühlend und heilend. Als weitere Maßnahme sollten wir genügend Wasser trinken um der Haut von innen Feuchtigkeit zuzuführen. Aloe Vera Produkte sind gebrauchsfertig in vielerlei Formen erhältlich. Allerdings sollte man Produkte mit Ölen vermeiden. Diese hindern die Haut am Atmen und an der Wärmeabfuhr.

Aloe Vera gegen Sonnenbrand
Aubegine bei Sonnenbrand

Auberginen mit Naturjoghurt

Ein bekanntes Mittel aus der Wüste Australiens sind Auberginen. Hierbei werden Auberginen im Ganzen, also mit Schale, geraspelt und mit kaltem Naturjoghurt zu einem Brei vermischt. Dieser Brei wird dann vorsichtig auf die sonnenverbrannte Haut aufgetragen. Das Ganze sollte rund eine viertel Stunde einwirken und wird danach mit kaltem Wasser abgespült.

Kokosöl

Kokosöl versorgt die Haut mit Nährstoffen und lindert die durch den Sonnenbrand hervorgebrachte Entzündung. Es spendet der Haut Feuchtigkeit und soll dabei helfen, dass beschädigte Gewebe zu regenerieren.

Kokosöl gegen Sonnenbrand

Vorbeugen statt Nachsorge

Damit wir erst gar keinen Sonnenbrand bekommen, sollten wir lieber Vorbeugen. Am einfachsten mit ausreichend Sonnenschutzmittel und zu langes Sonnenbaden vermeiden.

Tipp!

Das BfS (Bundesamt für Strahlenschutz)[2] informiert auf seiner Internetseite über den voraussichtlichen UV-Index der nächsten Tage. Der UV-Index gibt die Stärke der sonnenbrandwirksamen Strahlung im Freien an:
von niedrig (0 bis 2) bis extrem (11 und mehr).

[1] Ein Karzinogen ist eine Substanz, ein Organismus oder eine Strahlung, die Krebs erzeugen oder die Krebserzeugung fördern kann. Eine andere Bezeichnung lautet Kanzerogen. (Wikipedia)

[2] Das BfS arbeitet für die Sicherheit und den Schutz des Menschen und der Umwelt vor Schäden durch ionisierende und nichtionisierende Strahlung. (BfS)

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